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ideen & inspirationen?

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edgar / 10. märz 2010 / 17:19 uhr


mir wurde die frage schon oft gestellt und mir fällt es jedes mal schwer sie zu beantworten. wie schaut es bei euch so aus…

woher nehmt ihr eure ideen, bzw. inspirationen?


tito / 10. märz 2010 / 17:21 uhr
auf'm Pott fallen mir die besten Dinge ein!
Anonsten auf den diversen Seiten oder Zeitschriften alá Novum etc. pp.
mars / 10. märz 2010 / 17:26 uhr
aus dem gehirn.
neni / 10. märz 2010 / 17:29 uhr
Question: Where do you get your ideas?
Answer: I don't. They get me!

In: Alan Fletcher. The art of looking sideways. 72 
2005/5 Phaidon Press Limited

Beste Antwort. Großartiges Buch.
VisualStunts / 10. märz 2010 / 17:42 uhr
Gutes Thema,
ich habe gerade einen Job von einer Agentur bekommen. Darin gehts um das hintergründige spielen mit Zahlen. Dafür ist beim Brainstorming der Konzepterin ein Film eingefallen, dieser wurde bestellt und mir gestern geschickt. Jetzt soll ich den heute Abend gucken. In dem Film hat der Macher irgendwie mit Zahlen gespielt.

Ansonsten sinds meist banalitäten. Meine engeren Bekannten werfen mir vor, man würde merken wenn ich ins „Krickelkrackelland" verschwinde und mir irgedendwelche seltsamen Dinge dabei einfallen. Diese speichere ich meistens ab oder schreibe sie auf. Dadurch habe ich irgendwie ein Archiv im Kopf und auf Papier auf das ich zurückgreifen kann.

Wenn ich gut gemachte Sachen sehe, hinterfrage ich aber auch oft sofort "wie hat der das gemacht“ und dabei findet man manchmal auch neue Wege und Techniken irgendetwas neues zu machen.

Alles in Allem hat mir das simple aufschreiben von Wörtern oder Stichpunkten echt in so mancher Situation geholfen und ich hüte geheim den Schatz meiner Moleskine-Bücher.
bayoo / 10. märz 2010 / 17:53 uhr
Zur Not einfach die Serie Numbers angucken .


Hm also meine Inspiration hol ich mir meistens aus der Natur.
tito / 10. märz 2010 / 17:55 uhr
vom benutzer als intern markiert

mars / 11. märz 2010 / 11:14 uhr
hab gestern vorm heia machen nochmal drüber nachgedacht, das ist wirklich eine recht verzwickte sache. habe mal versucht zu analysieren wie das bei mir so ist.

im grunde ist es doch so, dass das gehirn diverse reize aufnimmt, interpretiert (!), ablegt und im passenden moment (oder auch unpassenden moment) wieder abruft. diese „reize" können alles möglich sein. musik, grafik, farbe aber auch stimmungen, empfindungen, analogien, bereits abgelegte gedankliche verknüfpungen usw und so fort. glaube in der psychologie bezeichnet man das als black box (also eigentlich hat keiner einen plan was da genau vonstatten geht). das ist jedenfalls die basis für alles, was aus mir so rauskommt.

dann kann ich bei mir 2 grundlegende herangehensweisen für kreatives arbeiten beobachten. die erste wäre, dass man eine bereits bestehende (auch fremde) arbeit als referenz nimmt, und anfängt einen bestimmten teilaspekt dieser arbeit weiter auszubauen. also zb ein bestimmter look, oder eine bestimmte technik oder auch ein teil der grundidee an sich. auch eine stimmung aufzugreifen ist denkbar (zb musik in grafik konvertieren oä). ob man das jetzt als klauen, interpretieren, inspirieren oder adaptieren oder wie auch immer nennt ist eigentlich wortklauberei und richtet sich wohl letztendlich danach wie weit man am ende vom "original“ weg ist.

die zweite herangehensweise wäre, dass man einfach anfängt zu experimentieren, was ungemein interessanter ist. hat man sich auf einen tätigkeitsbereich festgelegt (zb, typo, zeichnen, 3D, musik, etc) fängt man einfach irgendwo an und arbeitet quasi aus dem nichts drauf los. start an irgendeinem beliebigen punkt, den man dann schritt für schritt ausbaut, bewertet, interpretiert und dann weiter ausbaut usw.

der unterschied der beiden herangehensweisen ist, dass version eins meist direkt ein ziel vor augen hat, ein ergebnis. version 2 hingegen ist ein vorgang der stetigen änderung / verbesserung eines vorläufigen ergebnisses. was beide herangehensweisen jedoch gemeinsam haben ist, dass das gehirn, wie oben beschrieben, wie eine art filter funktioniert der bestimmte umstände für gut befindet, andere nicht und zusätzlich durch abgelegte gedankliche verknüfpungen ideen für die aktuelle arbeit bereitstellt, die ihrerseits dann wieder vom gehirn bewertet werden. eine stetige permutation aus erfahrungen, gewohnheiten und fähigkeiten.

ich denke so kann ich ungefähr beschreiben wie ich mir vorstelle was da passiert. diese verknüfpungen die ich meine sind ziemlich weitreichend und komplex. so kann es zb sein, dass ich zB eine farbe oder soetwas einer bestimmten person zuweise und am ende die farbe mit einer schiefen nase oder einer zahnlücke in verbindung bringe weil zB an dem tag als mir die nase auffiel die person einen pulli in genau dieser farbe trug. oder aber auch einfacher; eine verknüfpung eines technischen aspekts, eines erfahrungswertes. ich sehe etwas pixelt also dreh ich die auflösung hoch.

jedenfalls, falls mich mal jemand fragt wo ich meine ideen hernehme würde ich folgendes antworten:

mars
aus dem gehirn.

edgar / 11. märz 2010 / 13:02 uhr
sehr gut, der thread hat sich schon jetzt gelohnt.
modo / 12. märz 2010 / 11:43 uhr
audionerve / 12. märz 2010 / 15:07 uhr

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